Der Engländer Tim Flach arbeitet am liebsten im Studio. Egal ob Haus- oder Raubtier: es geht ihm um die fotografische Präzision exotischer Merkmale und Details. Ob im Blick einer Katze, im Wesen einer Fledermaus oder in der Bewegung und Farbigkeit einer Schlange. Er studiert die Tiere samt ihrer menschlichen Bezugspersonen genau und setzt ihre Charakterzüge eindrucksvoll in Szene.
Die Reihe stellt fünf Fotograf*innen vor. Ihre Perspektiven auf die Tierwelt: inspirierend, überraschend und nicht selten mit einer sozialen Botschaft. In dieser Folge: Der Franzose Eric Pillot interessiert sich vor allem für die Gegenüberstellung von künstlich geschaffenen Räumen und dem entfremdeten Zuhause von Tieren in Zoogehegen. Seine Fotos ähneln poetischer Malerei.
Kristin Schnell hat ein Herz für versehrte Tiere und eine Schwäche für Farben. Seit Jahren fotografiert sie regelmäßig auf dem Lottihof – einem Gnadenhof, auf dem Tiere Zuflucht finden, die sonst niemand will. Vor bunten Hintergründen porträtiert sie die tierischen Persönlichkeiten wie auf einer Theaterbühne.
Der Litauer Andrius Burba ist nicht nur vernarrt in Katzen, er hat auch ein Faible für ungewöhnliche Perspektiven. Seine Fotoserie über Katzen "underlook", also von unten, machte ihn über Nacht bekannt. Seine Fotos: unverwechselbar, eigensinnig, humorvoll, visionär - machen Lust auf mehr.
In dieser Folge von "Tierisch fotogen" steht die Fotografin Yana Wernicke im Mittelpunkt. Ihr Schwerpunkt: die Beziehung zwischen Mensch und Nutztier. Sie zeigt in poetischen, oft in Schwarz-Weiß gehaltenen Bildern Kühe, Schweine oder Wasserbüffel als individuelle Persönlichkeiten. Ihre Fotografien verändern den Blick auf die Tiere und machen sie als fühlende Wesen sichtbar.
Tomasz Gudzowaty, mehrfacher Preisträger des World Press Photo Awards, ist einer der bekanntesten Fotografen Polens. Seine Schwarz-Weiß-Motive bestechen durch ihre einzigartige, malerisch anmutende Ausdrucksweise. Mit einer analogen Mittelformatkamera folgt er über Monate hinweg großen Tiergruppen, etwa Zebras in Afrika oder Pinguinen auf den Falklandinseln.
Faszinierend und einzigartig: Die italienische Fotografin Diana Bagnoli erzählt in ihrer Serie ʺAnimal Loversʺ von der besonderen Verbindung zwischen Mensch und Haustier. Ihre Porträts zeigen ungewöhnliche Gefährten und eine Nähe, die überrascht und neue Perspektiven eröffnet. Die zweite Staffel der Dokumentationsreihe "Tierisch fotogen" stellt Fotografen aus aller Welt vor.
Clarisse Rebotier aus Paris beschäftigt sich mit Tieren, die bei vielen Menschen Unbehagen auslösen – besonders mit Spinnen und Ratten. Aus ihrer eigenen Kindheitsangst entwickelte sie eine poetische Serie, in der die Tiere klein, zart und beinahe sympathisch erscheinen. Rebotier möchte unsere Wahrnehmung von Tieren verändern und Nähe schaffen, wo sonst Distanz herrscht.
Der spanische Fotograf Miguel Vallinas erschafft mit viel Humor surreale Porträts. In seiner Serie Second Skin kombiniert er menschliche Körper mit Tierköpfen und schafft so ausdrucksstarke Zwitter-Figuren. Mit Witz und Irritation knüpfen seine Arbeiten an den Surrealismus an und hinterfragen zugleich die Tradition des klassischen Porträts.