In den Waldheim-Prozessen standen die Urteile über die Angeklagten aus der Nazi-Zeit von Anfang an fest. Jahrzehnte später will Viola die Unschuld ihres Opas beweisen.
Er hat gegen das Fünfte Gebot verstoßen: "Du sollst nicht töten!" Kurz vor seinem eigenen Tod lüftet Johannes Muntschick das dunkelste Geheimnis seines Lebens. Im Zweiten Weltkrieg hat er einen Menschen erschossen.
Er wurde verstoßen, in den Wirren des Zweiten Weltkrieges vergessen. Vom eigenen Vater. Sein Leben lang versuchte Werner Graichen aus Frohburg seinen leiblichen Vater zu finden - ohne Erfolg.
Er war noch ein kleiner Junge, als Hans Joachim Tolksdorf kurz nach dem Krieg auf der Märchenwiese in Leipzig von zwei Frauen aufgelesen wurde. Woher genau er kam und wie er nach Leipzig gekommen war, weiß er bis heute nicht.
Berüchtigter Wildschütz und Robin Hood des Erzgebirges: Sein Leben ist Stoff für Volkslieder und Theaterstücke. Noch heute erzählt man im Erzgebirge ehrfurchtsvoll vom Stülpner Karl, dem Kugelfesten ...
Jochen Vietze hat einen schrecklichen Verdacht: Sein Großvater soll ein Frauenmörder sein, ein dreifacher sogar! Das haben seine Onkel und Tanten immer hinter vorgehaltener Hand behauptet. Beweise hat Jochen Vietze nie gesehen.
Joseph Fröhlich ist schon lange tot, aber bis heute ist er in Dresden eine Legende. Er war der letzte sächsische Hofnarr und so populär, dass viele Dresdener ihn heute noch verehren.
Es geschah am 16. August in Leipzig. Auf einem Feld im Süden der Stadt werden zwei Leichen gefunden. Ein junger Mann, 18 Jahre alt, und ein Mädchen, 16. Gemeinsamer Selbstmord aus Liebe, heißt es. Die Familien hatten dem Paar zuvor jeglichen Kontakt untersagt und das bedeutet nach allen Konventionen das Ende der Beziehung, schließlich befinden wir uns im Jahre 1849. Das junge Paar geht lieber in den Tod als sich die Liebe verbieten zu lassen. Die Zeitungen sind in jener Zeit voll mit dieser Geschichte.
König Albert von Sachsen (1828-1902) und seine Frau Carola galten den Sachsen als hoheitliches Traumpaar. Zahlreiche Brücken, Straßen und Plätze wurden nach ihnen benannt und nicht zuletzt die Leipziger Universitätsbibliothek Albertina. Einziger Wermutstropfen: Ihre Ehe blieb kinderlos. Nichts da, behauptet Andreas Tümmler. König Albert hat ein Doppelleben geführt und ist fremdgegangen wie einst August der Starke. Und: Tümmlers Uroma hätte ein Kind von König Albert empfangen. Ahnenforscher Tümmler taucht tief in seine Familiengeschichte ein und lernt eine Uroma kennen, die trotz des Wohlstandes zerbrochen ist und Jahrzehnte in der Psychiatrie verbrachte. Ob seine Vermutung stimmt, wird in dem Film erzählt.
Er war ein Arbeiterkämpfer, ein Verfolgter, ein Volksidol: Friedrich Carl Heckert, besser bekannt als Fritz Heckert. In Chemnitz tragen Straßen, Schulen und Plätze seinen Namen und erinnern an den berühmten Sohn der Stadt. Auch Michaela Beer aus Halle ist mit Fritz Heckert groß geworden. Oft kam in ihrer Familie das Gespräch auf Fritz Heckert, auf die Verwandtschaft mit ihm. Doch gibt es tatsächlich eine Verbindung zu dem berühmten Politiker? Einer, der vielleicht Antwort geben könnte, ist Michaelas Ur-Urgroßvater. Doch der ist längst tot. Bekannt ist: Fritz Heckert hatte keine Kinder. Wie könnte eine Verwandtschaft also aussehen? Und welche Rolle spielt der Ur-Urgroßvater? Michaela Beer will Antworten auf diese Fragen. Gemeinsam mit ihrem Mann begibt sie sich auf die Spur ihrer Ahnen.
Schon als Kind war Renate Donat aus Saara regelmäßig Gast im Leipziger Zoo. Einmal im Jahr machte sie sich mit ihrer Großmutter Erna von ihrem Heimatort aus auf den Weg in die große Stadt zu den wilden Tieren. Wie alle Kinder, war auch die kleine Renate begeistert von Elefant, Tiger & Co. Besonders gut kann sich die heute 67-Jährige jedoch daran erinnern, dass ihre Großmutter damals immer vor dem Relief des Zoogründers Ernst Pinkert stehen blieb und voller Stolz behauptete: "Das ist ein Verwandter von uns!".
Regina Köhler aus Gotha macht eine unglaubliche Entdeckung in der Stasi-Akte ihres Vaters: Sie hat einen Halbbruder - und offenbar einen Vater mit Geheimnissen. Wird seine Tochter das Familienrätsel lösen? Jede Familie hat ein Geheimnis. Bei Regina Köhler aus Gotha ist es ein Geschwisterkind, von dem keiner in der Familie etwas ahnt. In der Stasi-Akte ihres Vaters Heinz Sipp stößt sie zufällig auf den Namen Lothar Beyer – ein Sohn ihres Vaters. Regina macht sich auf die Suche nach Lothar Beyer, ihrem unbekannten Bruder aus Marburg.
Robert Merten aus Sondershausen hat seinen vietnamesischen Vater nie kennengelernt. Der 25-Jährige besitzt nur ein altes Foto, eine Adresse in Vietnam und die Erinnerungen seiner Mutter Kristine an eine große Liebe. Alles beginnt im Frühling 1987, als Kristine in einer Diskothek den damals 28-jährigen Ngoc kennen lernt. Ngoc war ein paar Jahre zuvor aus seiner Heimat Vietnam in die DDR gekommen als sogenannter Vertragsarbeiter. Seitdem arbeitete er im Forstwesen. Vertragsarbeiter wie er sollen den Bedarf an Arbeitskräften in der DDR decken und für fünf Jahre im Land bleiben. Allein 60.000 Vietnamesen lebten bis zur Wende in der DDR.
Von einem auf den andern Tag wurde die Familie von Akiba Zwick auseinander gerissen. Als Zehnjähriger entkam er mit einem Kindertransport den Nazis. Was aus seinen Eltern wurde, will der heute 85-Jährige herausfinden.
Seit Jahren fragen sich die Geschwister Karin und Wolfgang Feist, ob ihre Familie mit der ehemaligen First Lady der DDR verwandt sei. Nun gehen sie auf die Suche und stoßen bald auf eine heiße Spur ...
Die Tragödie beginnt am frühen Morgen des 8. März 1977. Familie Sender will aus der DDR in die Bundesrepublik. Über die Ostsee wollen sie fliehen, mit zwei Paddelbooten. Doch die Flucht endet dramatisch.
Die Kanadierin Fern Smiley reist 2014 nach Weimar Er möchte wissen, wie ihr Vater Sam das unbeschreibliche Grauen als Jugendlicher in deutschen KZs überlebt hat, wer ihm half und was mit ihrem Großvater geschah.
Bei Aufräumarbeiten in der Laube entdecken Jörg Philipp und Detlef Mattis einen Karton mit Unterlagen ihres Großvaters, den sie nie kennenlernten. Fotos zeigen ihn ausgerechnet in der Nähe von Adolf Hitler.
Bei den Nachforschungen für einen Familienroman macht Laura von Wangenheim einen sensationellen Fund: Sie stößt auf über 1.000 Fotografien ihrer Großmutter Inge aus dem sowjetischen Exil und begibt sich auf Spurensuche.
In der Nacht zum 22. April 1945 ereignet sich im sächsischen Großenhain eine Familientragödie. Der Tuchfabrikant Joachim Römer erschießt seine Familie und am Ende sich selbst. Eine Wahnsinnstat?
Gesine Räbiger ist von der griechischen Lebensart begeistert. Seit vielen Jahren verbringen sie und ihr Mann ihren Urlaub in Griechenland. Doch plötzlich erscheint ihnen das Land in einem völlig anderen Licht ...
Hanža Winter und Ludmila Biesold finden im Nachlass ihres Vaters mysteriöse Papiere. Wollte ihr Vater nach 1945 mit Hilfe von Stalin und Tito einen sorbischen Staat gründen?
Wer ist dieses fröhlich strampelnde Kind? Das fragt sich Gerda Stark, als sie das Foto im Familienalbum entdeckt. Ihre Mutter weiß nur, es ist das Kind des im Krieg verstorbenen Walter. Gerda beginnt nachzuforschen.
Seit Jahren hütet Peter Zur einen Karton mit Feldpostbriefen seines Vaters Guido. Gelesen hat er sie nie - denn er fürchtet, dass die Briefe verraten, ob – und wenn ja, in welche Verbrechen sein Vater während des Zweiten Weltkriegs verstrickt war. Bislang hat die Peter Zur die Geschichte des Vaters ruhen lassen ...
Eine handgezeichnete Schatzkarte ist alles, was heute noch vom großen Familienvermögen übriggeblieben ist. Corinna hat sie von ihrer Mutter bekommen, die damals als junges Mädchen ihren Eltern geholfen hat, den Familienschatz zu vergraben.
Manfred ist sechs Jahre alt, als seine Mutter 1939 von zwei Männern in langen schwarzen Mänteln abgeholt wird. Sie kommt nie wieder zurück. An jenem Tag verliert Manfred nicht nur seine Mutter, sondern auch seine Kindheit. Wenige Wochen danach stirbt die erst 26-Jährige unter mysteriösen Umständen in der berüchtigten Heil- und Pflegeanstalt Leipzig-Dösen. Die Diagnose: geisteskrank. Der Sohn wird in ein Krankenhaus eingeliefert und kommt später in ein Heim für schwer erziehbare Kinder.
Eine kleine Schachtel ist alles, was Christine Waschil von ihrem Vater besitzt. Darin ist alles enthalten, was sie von ihrem Vater weiß. Behutsam hebt sie den Deckel: Ein goldener Ring mit den eingravierten Initialen "I. L." und ein schmaler Stapel Schwarz-Weiß-Fotos. Das ist der Ausgangspunkt. Hier beginnt die Suche nach ihrem Vater Iwan Hans Luzenko, den Christine nie kennengelernt hat, und über den ihre Familie jahrzehntelang schwieg. Bis zur Wende galt das unausgesprochene Verbot, nach Iwan zu fragen. "Meine Mutter hat eisern den Mund gehalten und ich wollte sie nicht belasten. In der DDR war so eine Liebe einfach Tabu."
Den Onkel hat Leopold Jetzinger noch genau vor Augen: Markante Gestalt, durchdringender Blick, geheimnisumwitterter Beruf. Kriminalpolizist in Dessau ist er gewesen und dann 1942 plötzlich in Paris. Bei Kriegsende taucht er unter, nimmt den Mädchennamen seiner Mutter an. Was hat er sich in der NS-Zeit zuschulden kommen lassen, dass er sich nun verstecken muss? Die Suche führt den Neffen vom thüringische Mühlhausen, wo sich der Onkel 1945 bei Leopold Jetzingers Eltern versteckt hält, über Dessau und Berlin, wo er in Archiven auf Zeugnisse einer steilen Nazi-Karriere stößt bis hin zu Aktenbeständen in Frankreich und Washington. Wird Leopold Jetzinger herausfinden, welche Geheimnisse sein Onkel Zeit seines Lebens so dringend verbergen wollte?
Harald Scholz ist ohne Eltern in Freital bei Dresden aufgewachsen: Sein Vater verschwindet 1951 spurlos, angeblich wurde er von den Russen verschleppt. Seine Mutter, die 25-jährige Jutta Scholz, wird wegen Spionage verhaftet, als sie mit Harald schwanger ist. Harald kommt im Frauengefängnis Hoheneck auf die Welt – gleich nach der Geburt werden Mutter und Sohn getrennt. Bis heute weiß Harald Scholz nichts über die Hintergründe, jetzt endlich will der 65-Jährige das große Rätsel seiner Familie und seines eigenen Lebens lösen. Was ist mit seinem Vater passiert? Warum wurde er verhaftet? Bei seinen Recherchen stößt Harald schnell auf eine Spur: Waren seine Eltern wirklich Spione bei der Wismut? Das Wismut-Gebiet rund um das Erzgebirge war damals ein Spionage-"Hotspot". Es war für westliche Dienste wie die CIA oder dem BND-Vorläufer "Organisation Gehlen" extrem wichtig, um zu erfahren, ob die Sowjets mit dem hier abgebauten Uranerz wirklich eine Atombombe bauen konnten. Harald Scholz sucht an den Orten, die für seine Eltern so schicksalhaft waren. In Freital und Hoheneck recherchiert er in den Archiven. Die Spuren führen nach Berlin und weiter bis nach Moskau. Was hat der sowjetische Geheimdienst mit dem Verschwinden seines Vaters zu tun? Liegt die entscheidende Antwort tatsächlich in den Archiven des KGB?
Es gibt zu viele Geheimnisse in der Familiengeschichte von Jörg Rainer Kittner. Eigentlich ist er das jüngste von drei Kindern, die älteren aber wurden kurz nach dem Krieg ermordet. Warum? Ein altes Hochzeitsfoto zeigt seinen Vater, doch daneben steht nicht seine Mutter. Der Vater lebte in Danzig, soviel weiß Kittner. Aber mit wem war er in erster Ehe verheiratet? Und warum trat er aus der Kirche aus und in die NSDAP ein? Hatte er etwas mit der SS zu tun? Die Eltern schwiegen bis zu ihrem Tod. Jörg Rainer Kittner, der den Namen des toten, älteren Bruders trägt, will nun endlich Licht ins Dunkel bringen und macht sich auf die Spur seiner Ahnen in der Schicksalsstadt des Vaters.
Gregor Kaufmann (76) schätzt seinen Vater Heribert (Jahrgang 1912) sehr. Der starb 1972 und hatte immer behauptet, er habe als Bauführer unter Albert Speer an einem geheimnisvollen Schloss in Posen/Pommern mitgearbeitet. Dies sei streng geheim gewesen. Fest steht, er verdiente dabei viel Geld. Weiter erzählte er seiner Familie, er habe Juden, Katholiken und Kirchenschätze in der NS-Zeit gerettet, wäre dann denunziert und verurteilt worden. Und natürlich musste er mit der Wehrmacht auch in den Krieg ziehen. Allerdings gelang ihm bereits im Mai 1945 die Flucht aus amerikanischer Gefangenschaft. Er fand seine Familie wieder, die inzwischen aus Pommern nach Böhlen bei Leipzig geflüchtet war. Gregor Kaufmann interessiert sich sehr für seine Familiengeschichte und hat bereits eine Chronik verfasst, doch von den Jahren in Pommern fand er dafür nur wenig Verwertbares. Deshalb macht er sich zusammen mit seinem Enkel Thomas (32) auf die Reise nach Poznan, um den Spuren seines Vaters zu folgen. Er wird erkennen: Nichts ist, wie es schien. Die Familiengeschichte muss neu geschrieben werden.
In der Familiengeschichte von David Löblich aus Aschersleben gibt es eine dunkle Stelle: Bertus Adelerhof, sein Urgroßonkel. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist "Onkel Beppo" verschwunden, von dem die Großtante immer wieder schwärmt. Der 18-Jährige will unbedingt herausfinden, was es mit den Legenden um den Urgroßonkel auf sich hat. Ein netter und guter Mann sei er gewesen, erzählt die Tante. Aber es gibt viele widersprüchliche Details. Bertus Adelerhof soll als gebürtiger Niederländer mitten im Krieg in Magdeburg Zwangsarbeiter gewesen, aber später zur Waffen-SS gegangen sein. Danach verschwand er auf nimmer Wiedersehen, seine deutsche Frau hat ihn vermutlich in den 1950er-Jahren für tot erklären lassen. Bei seinen Recherchen entdeckt David im österreichischen Salzburg einen Mann mit gleichem Namen und demselben Geburtsdatum, der 1976 verstorben ist. Ein Zufall? Oder ist das sein unbekannter Urgroßonkel? Wie kam er dorthin? Und was hat er im Krieg getan: War er ein Opfer der Nazis oder ist er in der SS selbst zum Täter geworden? David Löblich macht sich auf den Weg, die Wahrheit herauszufinden.
August 1942. Ein Nachtzug von Warschau nach Berlin. In Europa tobt der Zweite Weltkrieg - ein halbes Jahr zuvor haben die Nationalsozialisten die "Endlösung der Judenfrage" beschlossen: den industriellen Völkermord. Im Zug nach Berlin trifft der schwedische Diplomat Göran von Otter auf den deutschen SS-Mann Kurt Gerstein. Der SS-Offizier erkennt seine einmalige Chance: der schwedische Diplomat kann ihm helfen, das millionenfache Morden zu stoppen. Kurt Gerstein wird in dieser Nacht zum wichtigsten Whistleblower des Holocaust. Keiner der beiden Männer hat einen Sitzplatz, stundenlang sitzen sie nebeneinander auf ihren Koffern im Gang. Die Geschichte, die der SS-Mann dem Diplomaten erzählt, klingt unglaublich: "Ich habe gestern gesehen, wie mehr als 10.000 Juden ermordet wurden", beginnt er und berichtet die ganze Nacht über die Verbrechen der SS. Gerstein hofft, dass von Otter die Geschichte öffentlich macht. Dass schwedische Zeitungen über den Massenmord berichten. Dass die Weltöffentlichkeit aufschreit. Dass Juden in ganz Europa gewarnt werden. Dass der Holocaust gestoppt wird. Doch nichts von alledem passiert. Warum nicht? Schließlich hatte der Diplomat Göran von Otter keinen Zweifel am Wahrheitsgehalt des Gehörten. Warum also tat er nichts? Oder tat er doch etwas und ihm hörte nur niemand zu? Hätten die beiden Männer den Holocaust tatsächlich verhindern können? Diese Fragen begleiten Göran von Otters Tochter Brigitta schon ihr ganzes Leben. Um endlich Antworten zu finden, begibt sie sich auf eine schmerzhafte Reise in die Vergangenheit ihres Vaters.
Im April 45, kurz vor Kriegsende, kommt Winfried Glatzeder im Ostseebad Zoppot zur Welt. Nur Tage vorher hat die Rote Armee Zoppot und das benachbarte Danzig erobert. Dass dass der kleine Winfried in der zerstörten Stadt überhaupt überlebt, verdankt er Gustav Adolf Werner, seinem Großvater, der später auch einen großen Teil der Erziehung übernimmt. Nach dem Krieg macht der Großvater als Funktionär in Ostberlin Karriere, er wird Bezirksbürgermeister und Abgeordneter im ersten DDR-Parlament. Doch 1953 ändert sich plötzlich alles: Gustav Adolf Werner verliert alle seine Ämter. Als er drei Jahre später stirbt - Winfried ist gerade elf Jahre alt - hinterlässt der Großvater eine rätselhafte Liste: Angeblich der Besitz, den die Familie bei der Flucht aus dem heutigen Polen zurücklassen musste. Eine Firma, mehrere Häuser, kostbare Gemälde... Auf 905.000 Reichsmark wird auf dem Papier der Wert geschätzt - heute wären das mehr als drei Millionen Euro. Die Karriere des Großvaters wirft immer mehr Fragen auf. Winfried Glatzeder macht sich auf die Spuren seines Großvaters und beginnt in Soppok bei seinem Geburtshaus.
Wer war Erich Schnabel wirklich? Sein Sohn Gotthart hat seinen Vater als wunderbaren Lehrer in Erinnerung, der aus politischen Gründen 1938 den Schuldienst quittiert. Doch nicht nur Erinnerungen von Zeitzeugen werfen ein anderes Licht auf seinen Vater. Was hat es mit den seltsamen Erinnerungen an grausame Filmaufnahmen auf sich, die möglicherweise aus dem Warschauer Ghetto stammen? Hat sein Vater etwas mit diesen Bildern zu tun, und wenn ja, was genau?
Gregor Schubert sucht nach seinem Ururgroßvater. Er soll zur Kaiserzeit bei der Dresdner Polizei gewesen sein - ein ungewöhnlicher Lebensweg für einen Mann, der aus einer Fleischersfamilie stammt. In seinem Ahnenpass aus der Nazizeit, mit dem die arische Abstammung nachgewiesen wurde, findet sich der Hinweis, dass sein Ururgroßvater Herrmann Julius Zimmer Stadtgendarm in der Kriminalabteilung war. War Schuberts Vorfahr also eine Art "Sherlock Holmes" von Dresden? Und wie war das eigentlich mit der Verbrechensaufklärung an der Schwelle zum 20. Jahrhundert? Welche Verbrecher beschäftigten die Barockstadt im ausgehenden 19. Jahrhundert, wie kamen ihnen Kriminalisten zu der Zeit überhaupt auf die Spur auf die Spur?
Jede Familie hat ihr Geheimnis, und Thomas Czerny hat sich dazu durchgerungen, der dunklen Seite seiner Familie auf den Grund zu gehen. Der 53-Jährige ist Geiger im Orchester des Staatstheaters Cottbus. Seit Jahren beschäftigt ihn die mysteriöse Vergangenheit seines Großonkels mütterlicherseits - Karl Nonnenmacher aus Rostock. Als Kind war Thomas Czerny in den Ferien oft bei Onkel Karl zu Besuch: Die beiden verstanden sich gut, Thomas war so etwas wie der Lieblingsneffe. 1993 starb Karl Nonnenmacher im Alter von 83 Jahren. Zehn Jahre später hat Thomas Czerny eine verstörende Unterhaltung mit Karls Witwe, seiner Großtante Erika. Die erzählt ihm kurz vor ihrem Tod, dass Karl Nonnenmacher SS-Mitglied gewesen sei und im Krieg als Aufseher im KZ Mittelbau-Dora in Thüringen gearbeitet habe. Die Ehe der Nonnenmachers war kinderlos, bis auf wenige Fotos gibt es keine Dokumente über das Leben der Familie. Aber Thomas Czerny will endlich Gewissheit: Stimmt das, was die Tante erzählt, tatsächlich? War der liebe Onkel ein SS-Verbrecher und wenn ja: was genau hat er getan?
Angelika Stoevesandt sucht seit Jahrzehnten nach ihrem Opa. Was ist passiert, als im April 1945 die Russen nach Nauen kamen und Otto Barczat für immer verschwand? Lange hat Angelika mit ihrem Mann Bernd schon recherchiert, und immer wieder zieht es sie nach Nauen, um die letzten bekannten Wege von Opa Otto noch einmal nachzugehen. Damals hat der zu seiner Frau gesagt: "Ich gehe nur noch ein paar Akten aus dem Landratsamt holen, die die Russen nicht finden sollen". Dann verlässt er die Wohnung in der Wilhelmstraße 5 und kehrt niemals wieder heim.
Nach dem Tod seines Vaters macht der Stendaler Peter Lott eine überraschende Entdeckung. Im Nachlass findet er handschriftliche Erinnerungen seines Großvaters aus dem 1. Weltkrieg und seiner Gefangenschaft in Russland. Detailliert beschreibt er die Jahre in den Gefangenenlagern, von Typhus, Skorbut, Schlägen, Hunger und harter Zwangsarbeit. Sein Enkel fragt sich: Kann es wirklich sein, dass der Großvater diese Hölle er- und überlebt hat? Sind seine Erinnerungen Wahn oder Wirklichkeit? Peter Lott hat seinen Großvater nie kennengelernt, der nur 58 Jahre alt wurde. Der einfache Soldat war von 1915 bis 1918 in russischer Kriegsgefangenschaft und musste unter schwersten Bedingungen Zwangsarbeit verrichten. In seinen Erinnerungen schreibt er, wie er fast vier Jahre lang kreuz und quer durch Russland transportiert wurde, und in der Eishölle Kareliens Eisenbahnschienen verlegte und im Süden im Kohlebergwerk schuftete.
Bettina Chastains kennt ihren Vater als zurückhaltenden, ausgeglichenen Mann. Als Horst Anschütz aber am Ende seines Lebens an Demenz erkrankt, gerät er in schwere Angstzustände. Er fürchtet sich vor den Russen, erzählt aufgewühlt von Aufseherinnen und von seinem Cousin Harry, der auf schreckliche Weise gestorben sei. Die Tochter wird stutzig - der Cousin ist ihr unbekannt und dass ihr Vater jemals in irgendeinem Lager gewesen sein soll, ist ihr neu. Sie durchforscht Fotoalben und entdeckt dabei einen handgeschriebenen Lebenslauf, der weit mehr Fragen aufwirft, als dass er welche klärt
1942, mitten im 2. Weltkrieg, wird dem kleinen Marceli Budziejewski das Leben gerettet. Davon ist der heute 85-Jährige fest überzeugt. Mit "Die Spur der Ahnen" sucht er nach seinem damaligen Retter und kann am Ende die rätselhafte Rettung seiner Familie aufklären – wenn auch auf ganz andere Weise, als er dachte. Es ist der 13. März 1942, zwei Tage vor Marcelis 10. Geburtstag. Der Junge ist allein zu Hause im polnischen Lodz, das die Deutschen Litzmannstadt nennen. Da stehen plötzlich Männer in SS-Uniformen vor der Tür. Das Haus soll zwangsgeräumt werden, von jetzt auf gleich. 15 Minuten Zeit sollen zum Zusammenpacken reichen, erinnert sich Budziejewski. Es fällt das Wort "Lager", Mutter und Vater sind nicht da - Marceli gerät in Panik.
Constanze Noack ist 53 Jahre alt, verheiratet und arbeitet als Lehrerin. Soweit alles ganz normal. Aber sie lebt mit einer großen Leerstelle in ihrem Leben: Denn über die Umstände ihrer Geburt und über ihre frühe Kindheit weiß Constanze so gut wie nichts. Constanze Noack wird im Sommer 1964 geboren und verbringt ihre ersten Lebensjahre in verschiedenen Kinderheimen in Leipzig. Als sie sechs Jahre alt ist, wird sie von einem kinderlosen Ehepaar adoptiert. Es folgt eine behütete Kindheit in der DDR, Constanze macht eine Berufsausbildung und studiert schließlich. Ihre leiblichen Eltern aber bleiben immer ein Tabu in der Familie und auch als Constanze Noack erwachsen ist, gibt es keinen Kontakt.
Elisabeth Bocho hält ein Urteil vom Obersten Gericht der DDR für Militärstrafsachen von 1969 in der Hand: 15 Jahre Haft für Jörg Bocho wegen Spionage. Da ist die Rede von Mini-U-Booten, Schleusungen, Doppelgängern, einer Ausbildung in Pearl Harbour. Jörg Bocho war ihr Mann. Sie lernt ihn 1976 kennen. Da war er gerade aus der DDR freigekauft worden und besucht mit ihr eine Umschulung. Ihre Freundinnen beneiden sie: groß, blond, geheimnisvoll – ein charmanter Abenteurer, ein Womanizer. Im Alltag wundert sich Elisabeth manchmal über ihren Jörg. Zum Beispiel, wenn er wusste, mit wem sie sich gerade getroffen hatte oder wenn er sie vor dem einen oder anderen Menschen warnte. Woher er dies wusste, verriet er nie. Und er sprach davon, irgendwann einmal viel Geld zu bekommen. Dazu ist es nie gekommen. Er starb 1997 mit 57 Jahren. Ein Jahr früher hatte Elisabeth sich von ihm scheiden lassen. Jahre später stößt sie auf einen Zeitungsartikel: „Der Spion, der mit dem U-Boot kam"...
Es ist nicht viel, das Karin Friedemann von ihrem Großvater geblieben ist: einige Fotos und Dokumente, die Erinnerungen ihrer Mutter und eine Legende- wie ein Kriminalfall aus vergangenen Zeiten. Denn Martin Hässelbarth – der schöne Martin – wie man ihn in Karins Familie nennt – starb vor fast 100 Jahren unter ungeklärten Umständen auf einer Straße in Leipzig. Es ist der 19. März 1920. Seit Tagen tobt auch auf Leipzigs Straßen ein erbitterter Kampf um die Macht in der noch jungen Weimarer Republik. Auch an diesem Tag wird es hier wieder Tote geben. Einer von ihnen ist Karins Großvater. Die Umstände seines Todes sind bis heute ungeklärt. Eine verirrte Kugel soll es gewesen sein, die den damals 40-jährigen Oberpostassistenten traf. Sein Leichnam ist, auf Anordnung der Polizei, in einem Bleisarg auf einem Dresdner Friedhof bestattet worden. So geht die Geschichte, die in Karins Familie von Generation zu Generation weitergegeben wird.
Elisabeth Flügge ist 35 Jahre alt, als sie im Januar 1945 auf der Flucht aus Königsberg ist - zusammen mit ihrem 4-jährigen Sohn Jürgen. Vater Horst Flügge ist in Kriegsgefangenschaft. Elisabeth hat Glück und landet zum Ende des Krieges schließlich in einem dänischen Flüchtlingslager. Anfang 1946 bringt sie dort ihren zweiten Sohn Manfred zur Welt. Und wer ist der Vater? Ehemann Horst kann es nicht sein, denn der ist seit 1944 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Aber Sohn Manfred wird erst Jahrzehnte später damit konfrontiert werden. Im Nachlass der Mutter stößt Manfred auf die ersten konkreten Spuren seines Erzeugers, Tagebuchaufzeichnungen, die darauf schließen lassen, dass sein leiblicher Vater ein Matrose war, den die Mutter auf der Flucht zwischen Königsberg und Kolding in Dänemark kennengelernt hat. Andeutungen und Spuren, aber alles sehr vage was konkrete Anhaltspunkte angeht. Dennoch macht er sich auf die Suche.
Bis heute klingen sie in Ulrich Schmidt aus Dresden nach: Die Geschichten von Opa Alfred, denen der kleine Ulrich Anfang der 1950er Jahre mit großen Ohren lauschte. Geschichten von den Reisen des Großvaters Alfred Gantzer als Deckoffizier in der Kaiserlichen Marine zwischen 1902 und 1918 – Von China, Japan, der Karibik oder der düsteren Schlacht am Skagerrak . Heute selbst Rentner, sucht Ulrich Schmidt Antworten auf Fragen, die er dem 1956 verstorbenen Alfred, Kriegsheld und Träger des Eisernen Kreuzes, nicht mehr stellen konnte: Wo überall ist der Großvater tatsächlich gewesen? Was genau hat die Kaiserliche Marine dort gemacht und was hat es z.B. mit dem Chinesischen Zopf auf sich, der so lange die Andenkensammlung der Familie zierte? War es das Geschenk einer Geliebten? Welche Geschichten hat Opa Alfred lieber verschwiegen? Mit einer Kopie des Militärpasses von Opa Alfred begibt sich Ulrich Schmidt auf eine Suche, die ihn durch ganz Deutschland führen wird. Er wird auf viele seiner Fragen Antworten finden, aber werden sie ihm alle gefallen?
Am 3. März 1946 kommt Manfred Flügge in einem dänischen Flüchtlingslager zur Welt. "Ein Sonntagsjunge" notiert Mutter Elisabeth in ihr Tagebuch, "2800 Gramm, blonde Haare und blaue Augen". Genau neun Monate zuvor, im Juni 1945, finden sich in Mutters Tagebuch zwei ominöse Kreuze. Sonst nichts. Ehemann Horst ist zu der Zeit in sowjetischer Kriegsgefangenschaft – er kann also unmöglich Manfreds Vater sein. Davon erfährt der Junge lange nichts. Erst Jahrzehnte später gesteht die Mutter dem Sohn ihre folgenschwere Affäre in den Wirren der Nachkriegszeit. Der leibliche Vater sei Maschinist auf einem Fluchtschiff gewesen – seinen Namen aber verrät Elisabeth nicht. Erst nach dem Tod beider Eltern stößt Manfred im Nachlass auf die Tagebücher der Mutter. Eine erste heiße Spur und Ausgangspunkt einer Vatersuche, die ihn bis nach Dänemark führen wird. Zusammen mit seinem Bruder Jürgen macht sich der heute 71Jährige auf die Spur der Ahnen: Er möchte wissen, wie sein Vater gelebt hat und warum er ihn nie kennenlernen konnte. Er möchte endlich ein Foto seines Vaters in Händen halten und ihm wenigstens so einmal in die Augen blicken können. Und hat Manfred womöglich sogar noch Geschwister, von denen er bisher nichts ahnte?
Vor genau 100 Jahren reißt in Plauen ein Unglück mehr als 300 Menschen in den Tod. Am 19. Juli 1918 fliegt eine Kartuschier-Werkstatt in die Luft. Anna Sophie Naumann ist in Plauen aufgewachsen und will mehr wissen: Was ist damals passiert? Warum gab es so viele Opfer? Und: Waren auch Vorfahren von ihr selbst betroffen?
Helgas Start ins Leben ist alles andere als glücklich. Sie wird 1951 im Zuchthaus Waldheim geboren. Als Kind von Erna und Max, beide verurteilt von einem Sowjetischen Militärtribunal wegen Spionage. Helga kommt später in ein Kinderheim, danach zu Pflegeeltern. Ihre leiblichen Eltern hat sie nie kennengelernt. Mutter Erna stirbt in der Psychiatrie, Vater Max verschwindet auf Nimmer Wiedersehen in den Westen. Alles, was sie über ihre Eltern je erfahren hat, lässt sie daran zweifeln, dass beide politische Agenten waren. Sie hatten außer Helga noch drei Söhne, eine Gaststätte und einen Fleischereibetrieb, etwas Landwirtschaft. Waren angesehene Leute im kleinen sächsischen Dorf Folbern bei Großenhain.
Im Jahre 2006 kommt Anastasia Blinkowa nach Leipzig, als au pair. Die ausgebildete Lehrerin aus dem fernen Krasnojarsk trägt den gleichen Vornamen wie ihre Großmutter. Auch sie hieß Anastasia und auch sie hat das Schicksal nach Deutschland verschlagen. Beide haben sich aber nie kennenlernen können. Beide sind sich nie begegnet. Als Anastasia 2006 nach Leipzig kommt, ist sie ihrer Großmutter aber so nahe wie nie zuvor, denn die Großmutter starb 1944 in Deutschland. Hierher war sie als Zwangsarbeiterin aus Weißrussland verschleppt worden. Zusammen mit ihren zwei Söhnen. Der eine war 10 Jahre alt, der jüngere Wladimir war erst 6 Jahre, als die Mutter starb und die beiden Kinder in den Wirren des Krieges selbst zusehen mussten, wie sie über die Runden kommen. Irgendwie gelingt das Überleben. Bald verlieren sich beide aber wieder aus den Augen. Das Heimatdorf in Weißrussland existiert nicht mehr, verbrannte Erde. Der sechsjährige Wladimir muss sich alleine durchs Leben schlagen, ohne Angehörige und ohne Genaueres darüber zu erfahren, was mit der Mutter eigentlich damals in Deutschland passiert ist. Eine offene Wunde. Bis heute werfen die rätselhaften Umstände des Todes viele Fragen auf. Nun macht er sich zusammen mit seiner Tochter Anastasia, die inzwischen in Deutschland eine eigene Familie gegründet hat, auf die Spurensuche.
Hans-Joachim Lincke aus Radebeul stößt nach dem Tod des unbekannten Vaters Johannes Thümmel im Nachlass von ihm auf eine rätselhafte alte Holztafel, die ihn sofort elektrisiert. Auf der Tafel ist ein Adelswappen und der Nachname seines Vaters zu erkennen: Thümmel. Auf der Rückseite eine fast unglaubliche Notiz: "Das Thümmelsche Wappenfenster in der Thomaskirche zu Leipzig". Hat einer seiner Vorfahren ein Fenster der berühmten Leipziger Kirche gestiftet? Und wer war sein Vater eigentlich? Der verließ die Familie in den 50er-Jahren und flüchtete aus der DDR, da war Hans-Joachim Lincke drei Jahre alt und fortan ohne Vater. Wurzellos und ohne Möglichkeit, das Rätsel zu lösen. Das Wappen-Erbe macht dem 66-Jährigen nun neue Hoffnung. Er nimmt es als letzte Botschaft seines unbekannten Vaters. Ist es der Schlüssel zu einem Familiengeheimnis? Vielleicht gehört er - das uneheliche Kind - zu einer der bedeutendsten Adelsfamilien von Sachsen, dessen berühmtester Vertreter einst als Diplomat mit Napoleon verhandelte. Hans-Joachim Lincke begibt sich auf eine abenteuerliche Suche, bei der er auch auf den wahren Grund stößt, warum sein Vater 1955 Dresden, seine Mutter und ihn fluchtartig verließ.
Hainichen/Sachsen. Im Juni 1945 wird der Autofabrikant Hans Rasmussen aus dem Bett geholt, verhaftet und nach Schlesien, in ein Internierungslager des NKWD gebracht. Hier stirbt er wenig später an den Folgen der Entkräftung und der Ruhr - mit 39 Jahren. Hans Rasmussen ist der älteste Sohn von Jörgen Skafte Rasmussen, dem Gründer der legendären sächsischen Motorrad- und Automarke DKW, und damit Spross einer der reichsten Familien Mitteldeutschlands. Schon mit jungen Jahren macht ihn der Vater zum Chef der Framo-Werke in Hainichen, wo schicke Kleinwagen und Transporter vom Band laufen - später, in der DDR unter der Marke "Barkas" bekannt. Hans Rasmussens Tochter Sybille will wissen, wer ihren Vater damals verhaftete und vor allem warum. War er schuldig oder das Opfer böswilliger Denunzianten?
Uwe Steimle hat so eine Ahnung: Es könnte nämlich sein, dass die Wettiner seiner Familie noch Geld schulden! Vor ein paar Jahren sprach er im Grünen Gewölbe in Dresden die Führung für den Audioguide auf Sächsisch ein und brachte ein Hörbuch über die schönsten Schätze der Schatzkammer heraus. Bei einem Namen überlief es ihn siedend heiss: Urban Schneeweiß. Die Humpen des Goldschmiedes aus Zöblitzer Serpentinit stehen im Grünen Gewölbe hinter Glas als Kostbarkeiten aus dem 16. Jahrhundert. Und Steimles Mutter hieß vor der Hochzeit Schneeweiß. Ihre Familie hält Dresden schon seit Ewigkeiten die Treue. Ist dieser Urban Schneeweiß vielleicht Uwe Steimles Urururururururgroßvater? Dann erfährt Steimle von einem entfernten Verwandten, dass in den Archiven ein ominöser Schuldschein liegt. Schulden die Wettiner dem Goldschmied Urban Schneeweiß noch Geld? Stünde das dann vielleicht heute noch den Steimles zu? Und wie viel ist es überhaupt? Uwe Steimle begibt sich auf Zeitreise: zu Urban Schneeweiß, dem Goldschmied der Wettiner, ins Dresden des 16. Jahrhunderts und zu den Ursprüngen seiner eigenen Familie.
Inge Kümpel war keine drei Jahre, als ihr Vater 1940 verschwand. Der Pilot der Deutschen Wehrmacht kehrte nach einem Angriff auf Kriegsschiffe der Engländer und Norweger nicht mehr zurück. Mit "Die Spur der Ahnen" macht sich Inge Kümpel auf die Suche nach Antworten. Otto Andreas war ein erfahrener Pilot, die Bilder des tapferen und erfahrenen Soldaten zierten Titelseite von Illustrierten. Für seine Kampfeinsätze gegen Polen wurde er mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Bis heute weiß seine Tochter Inge jedoch nicht, wo ihr Vater nach einem Kriegseinsatz geblieben ist. Im Schneesturm abgestürzt, von den Engländern abgeschossen, notgelandet und gefangen genommen oder gar übergelaufen? Es gab keine Beerdigung, kein Grab und das obwohl er als einer von Hitlers Vorzeigepiloten galt.
Es ist ein historischer Moment, als Marie Juchacz am 19. Februar 1919 ans Rednerpult der deutschen Nationalversammlung im Weimarer Nationaltheater tritt. Zum ersten Mal spricht eine Frau in einem deutschen Parlament. Zusammen mit 36 weiteren Frauen gehört die damals 40-jährige Sozialreformerin und Frauenrechtlerin zu den ersten weiblichen Abgeordneten in Deutschland. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs war den Frauen das Wahlrecht zugestanden worden. Eine Spurensuche zu Marie Juchacz.