Ein Leben ohne Schicksalsschlag gibt es nicht. Krankheit, Unfälle und der Tod treffen jeden Menschen irgendwann einmal. Wie wir aber mit solchen Katastrophen weiterleben, ist bei jeder und jedem einzelnen anders. Entscheidend ist, wie resilient wir sind. Darunter versteht die Psychologie die Fähigkeit, mit extremen Belastungen fertig zu werden, ohne seelisch zu erkranken.
In dieser Folge wird's persönlich. Es geht um Angst, und was sie mit uns macht. Dabei betrachtet die Sendung das Phänomen nicht aus wissenschaftlicher Distanz, sondern alle Protagonisten sprechen persönlich über ihre Erfahrungen. "Psycho" begleitet einen Angstpatienten aus Kiel, erlebt eine Hypnose-Therapie in Marseille und spricht mit einer deutschen Angsttherapeutin.
Der Druck steigt. Die Psyche ächzt. Seelische Gesundheit scheint zur Ausnahme zu werden. Für Menschen, die am Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS) leiden, sind viele Alltagssituationen qualvoll. Nur wenig Außenstehende haben eine Ahnung davon. Das Zusammenleben ist für beide Seiten schwer.
Der Zustand des Verliebt-Seins verändert unser Leben dramatisch. Werden unsere Gefühle erwidert, schweben wir, erfahren wir Ablehnung, wird unsere Welt schwarz. Die Verliebtheit kann uns vom Broken-Heart-Syndrom bis zu Depressionen alles einbrocken. Die Sendung zeigt die Hochs und Tiefs und begleitet ein glücklich verliebtes Pärchen ebenso wie einen vor Liebeskummer Kranken.
Um Autismus ranken sich zahlreiche Mythen und Vorurteile: Autisten sind Mathegenies und schauen einem nicht in die Augen. Was genau hinter der Entwicklungsstörung steckt, das wissen die wenigsten. Christine ist Autistin: Mein Gehirn tickt anders, erklärt sie. Es kenne nur an oder aus, Sinneseindrücke filtern kann es nicht. Daher gehören Kopfhörer immer ins Gepäck ...
Psychische Erkrankungen scheinen rasant zuzunehmen. In allen Altersklassen, europaweit. In den meisten Bekannten- und Freundeskreisen, Familien oder im Job gibt es Menschen, die mit psychischen Erkrankungen kämpfen. Depression, Burnout, ADHS, Asperger und viele mehr. Wenn der Körper krank ist, geht man zum Arzt/ zur Ärztin oder zum Spezialisten. Aber wenn die Seele krank ist?
Das Urteil ist eindeutig: Narzissten sind schrecklich! Sie denken nur an sich und das Leid anderer interessiert sie nicht. Diese Stereotype sind weit verbreitet und falsch. Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung haben ein echtes Problem: Ihr Selbst ist fragil und muss beschützt werden. Es gibt sowohl Phasen großer Selbstsicherheit als auch solcher mit quälenden Zweifeln.
Für ein gutes Leben brauchen Menschen Bindungen. Ob wir Nähe als etwas Schönes erleben oder ihr ängstlich ausweichen, hängt von den ersten Lebensjahren ab. Die Doku beleuchtet die Biografien von Juliet, Arnaud und Ramon. Ihnen sind Dinge wie Scheidung, Missbrauch und Mobbing begegnet. Seitdem ringen sie mit dem Thema Bindung.
Sucht ist eine Krankheit. Der Irrglaube, Abhängige seien nur willensschwach, hält sich aber hartnäckig. Fest steht: Die Krankheit bleibt Süchtigen ein Leben lang – selbst wenn sie aufhören zu konsumieren, bleiben sie süchtig. Wie lebt es sich mit dieser Krankheit? Darüber zu sprechen ist schwer. Denn mit der Sucht kommt die Scham. In dieser Folge öffnen sich drei Menschen.
Gibt es zu viel Mutterliebe? Was ist, wenn man bereut, Kinder bekommen zu haben? Gibt man das, was man selbst in der Kindheit erlebt hat, zwangsläufig an die eigenen Kinder weiter? Das sind nur einige Fragen, die Menschen rund um die Themen "Kinder kriegen" und "Eltern werden" beschäftigen. Darüber offen zu sprechen, fällt vielen schwer.
Trauer hilft dem Verlust einen Sinn zu geben. Der dänische Psychologe Peter Lund erklärt: "Trauer ist unsere Art, auf diese Erfahrung zu antworten und vielleicht auch den Prozess zu kontrollieren, einen Sinn für Verlust und Tod zu erzeugen." Von Trauer Betroffene erzählen.
Nie enden wollende Nächte, in denen man sich schlaflos im Bett wälzt und das Gedankenkarrussell einfach nicht anzuhalten ist: wer kennt sie nicht? Weit über die Hälfte der Französinnen/Franzosen und der Deutschen sind damit nur zu gut vertraut. Therapien gibt es viele. Aber wie erleben die Schlaflosen die Nächte? Vier Betroffene erzählen.
Es tut weh. Der Schmerz ist fast körperlich. Manchmal dauert es Jahre, bis er vorbei ist: Eine Trennung ist eine besonders belastende Situation. Das gilt nicht nur für die Verlassenen, wie Trang weiß. Die Informatikerin tut ihrem Freund mit der Trennung sehr weh. Ihr Schmerz kommt Monate später. Weitere Betroffene berichten.
"Nein" zu sagen, macht Probleme. "Nein" ist nicht nur ein Wort, sondern es zeigt Grenzen auf. Und das kann schwer sein. Die Strategien, um andere dazu zu bringen, etwas für uns zu tun, sind vielfältig. Dabei macht man sich über das Gegenüber oft keine Gedanken. Aber Geben ohne es zu wollen erschöpft und frustriert. Kann man lernen sich abzugrenzen?
Wenn Schmerz keine Alarmfunktion mehr hat und chronisch wird. Schmerztherapeut Dr. Alessio Faliva und Psychotherapeutin Verena Pförtner erklären, warum chronische Schmerzen eine eigenständige Krankheit sind – und wie Betroffene damit leben können. Zum Beispiel die 25-jährige Meggie, die an schwerer Migräne leidet und ihren Beruf aufgeben musste. Oder Charlie, die nach der traumatischen Geburt ihrer zweiten Tochter mit starken Schmerzen kämpft und täglich Medikamente braucht.
In Therapie gehen nur Verrückte? Ein echter Mann löst seine Probleme selbst? So oder ähnlich denken viele über Psychotherapie. Dabei sind sich Forschende sicher: Therapie wirkt! Das belegen auch persönliche Erfahrungen. Betroffene und Behandelnde teilen ihre Erfahrungen und sprechen über die Herausforderungen einer Therapie.
Es ist die tödlichste psychische Krankheit. In Form von Magersucht, Bulimie und unkontrollierten Essanfällen sind vor allem junge Menschen betroffen. Durch rigide Überwachung der Nahrungsaufnahme wollen sie Kontrolle über ihr Leben bekommen. Der Leidensdruck ist enorm und die Betroffenen meist vollkommen hilflos: Was tun gegen solch lebensfeindliches Verhalten? Menschen, die es durchlebt haben, und solche, die dabei helfen, es zu überwinden, erzählen von ihren Erfahrungen.
Zwischen ein und drei Prozent der Bevölkerung in Europa leidet unter Zwangsstörungen. Diese zwingen Menschen dazu, Dinge zu tun oder zu denken. Sarah etwa konnte aus Angst sich zu vergiften zehn Jahre keine frischen Lebensmittel essen. Raphaël kämpfte mit Waschzwängen. Nicht selten führen Zwangshandlungen zu vollkommener Isolation. Konfrontationstherapie kann diesen Menschen helfen: Dabei müssen sich die Betroffenen ihren Ängsten aussetzen.
Leben zwischen Belastung und Hoffnung: Edgar pflegt seine an Demenz erkrankten Eltern – bis zur Erschöpfung. Seine Rettung sind das Meer und Psychotherapeutin Sophía Amor, die Angehörigen hilft, mit der Trauer umzugehen. Ex-Boxer Fabian kämpft selbst gegen die Demenz und bleibt hoffnungsvoll. Sarah pflegte ihre Großmutter und unterstützt nun als Psychologin Betroffene und Angehörige.
Kurz vor dem Burnout läuft man auf Hochtouren und plötzlich geht nichts mehr. Sarah ist 24 Jahre, als sie den Inhalt einer E-Mail nicht mehr versteht. Sie arbeitete rund um die Uhr, heute steht ihr Leben still. Dimitri ist täglich 12 Stunden im Betrieb, als ein Zucken im Auge ihn vor einem Schlaganfall warnt. Seitdem ist der 30-Jährige krankgeschrieben. Forscherin Magdalena Wekenborg erklärt: Dieser Erschöpfungszustand ist keine Modeerkrankung, sondern eine ernsthafte Folge krankmachender Arbeitsverhältnisse.
Ein Trauma ist die Folge eines psychisch belastenden Ereignisses, das nicht verarbeitet werden kann. Unfälle und Naturkatastrophen können ein Trauma ebenso auslösen, wie das Erleben von Gewalt und Missbrauch. Nicht alle Menschen, die so etwas erleben, entwickeln auch ein Trauma. Aber die, die es tun, leiden erheblich und lange. Psychotherapie kann Betroffene zurück ins Leben bringen.
Meike ist jung und gesund – trotzdem hat sie täglich Angst, an einem Herzinfarkt zu sterben. Benjamin wurde früher für seine Ängste verspottet, doch heute weiß er: Hypochondrie, die Angst vor Krankheit, ist eine ernsthafte psychische Störung, die großen Leidensdruck verursacht. Expertinnen Anna Pohl und Léonor Fasse zeigen, wie diese Angst uns alle treffen kann – und wie Psychotherapie dabei hilft, sie zu überwinden.
Mobbing ist psychische Gewalt und kann überall stattfinden: in der Schule, dem Verein oder am Arbeitsplatz. Die Opfer dieser Gruppenquälereien leiden nicht nur während der Schikanen, sondern oft noch Jahre später. Denn Mobbing kann zu Traumata führen, die Betroffene jahrelang beeinträchtigen.
Schizophrenie macht Angst: nicht nur den Betroffenen, die unter Halluzinationen leiden oder sich bedroht und verfolgt fühlen, sondern auch anderen Menschen. Schizophrene Menschen wirken mitunter seltsam, aber auch gefährlich. Durch das schwer nachvollziehbare Verhalten haben Betroffene mit starken Vorurteilen zu kämpfen, Freunde ziehen sich nicht selten zurück. Dabei ist bei einer frühzeitigen Behandlung ein ganz normaler Alltag möglich.