Kurz vor Weihnachten helfen alle zusammen, die gesamte Familie Gratl auf dem Wölflhof in Ranggen: Drei Generationen verwandeln die Stube in eine große Krippe. Franz Gratl mit seiner Frau Hanna, Sohn Wolfgang, Schwiegertochter Michaela und die Enkeltöchter Theresa, Melanie und Viktoria. Mit vereinten Kräften tragen sie die schweren Teile des Krippenberges aus Buchenwurzeln aus dem Keller, sogar der Fernseher in der Stube muss weichen. Auf der anderen Seite des Inns, in Zirl, hütet Johannes Prantl einen sehr seltenen Krippenschatz: Figuren aus Papier, gemalt von seinem Urgroßvater Franz Seelos, einem gefragten Krippen- und Kirchenmaler. Die Motive von Franz Seelos wurden oft kopiert. Nur eine Figur hat damals Ärger mit dem Pfarrer eingebracht: Fast ein Jahrhundert lang wurde sie ganz unten in die Krippenschachtel verbannt, erst der Urenkel Johannes Prantl traut sich, die »Nackerte« wieder herauszuholen.