Es gab eine Zeit, in der die Autos kleiner waren, die Straßen kurvig und schmal, das Verkehrsaufkommen überschaubar. Tempolimits waren sekundär, bei einem R4 mit knapp 30 PS Leistung auch nicht zwingend nötig. Ende der Siebzigerjahre wurden die Autos größer, Ortsdurchfahrten begradigt und verbreitert. Häuser oder Anbauten mussten teilweise weichen. Der Verkehr sollte ungehindert fließen. Dann war es geschehen. Viele Ortschaften wurden durch ein breites Teerband in zwei Hälften geteilt. Das Überqueren wurde zum Abenteuer. Verkehrszeichen schossen wie Pilze aus dem Boden, Zebrastreifen wurden aufgemalt, Ampeln brachten den Verkehr zu Stillstand. Und schließlich, etwa Anfang der 1990er-Jahre, entstand ein neues Phänomen: Verkehrsinseln und Kreisverkehre. Die einen sollten den Verkehr abbremsen, die anderen ihn im Fluss halten.