Der Kirschenanbau ist nichts für schwache Nerven, Horst März weiß: Ein Frost im Frühjahr und schnell ist die Ernte dahin. 500 Bäume stehen bei ihm in Junkersdorf, im nördlichen Teil der Haßberge. Früher hat der Kirschenbauer die Früchte direkt am Hof verkauft, sein Sohn Steffen macht es anders. Direkt an der viel befahrenen B279, die mitten durch den Ort führt, hat Steffen März sein Verkaufshäuschen aufgestellt. Johannes Haas, Obstbauer und Brenner in der Fränkischen Schweiz, geht einen anderen Weg. Seine Kirschen baut er ausschließlich fürs Brennen an. In Kleinmünster in den Haßbergen hatte sich über dreißig Jahre lang niemand mehr um die alten Obstbäume gekümmert. Christina Fallenbacher und ihr Mann Christoph haben nach und nach die verwaisten Obstwiesen gekauft.